Paul Hunter

Aus Snookerpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
PaulHunter.jpg
Paul Alan Hunter
Spitzname Beckham of the Baize,
The Man with the Golden Cue
Geburtstag 14. Oktober 1978
Todestag 9. Oktober 2006
Herkunft Huddersfield, Yorkshire
Erfolge


Paul Alan Hunter war ein britischer Snookerspieler.

Paul Hunter war einer der erfolgreichsten Snookerspieler zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Er war seit 2004 mit Lyndsey Fell verheiratet und hatte eine Tochter namens Evie Rose (* 26. Dezember 2005). Hunter hatte schon im Alter von 17 Jahren den Sprung in die Profiklasse geschafft und war bis zu seiner Krebserkrankung beständiger Teil der Weltspitze. Dreimal konnte er das Masters, das wichtigste Einladungsturnier der Welt, gewinnen. Zuletzt gelang ihm dies im Jahr 2004, als er sich nach einem 2:7 Rückstand im Finale gegen Ronnie O’Sullivan noch mit 10:9 durchsetzen konnte.

Insgesamt ging er bei Weltranglistenturnieren dreimal als Sieger hervor (Welsh Open 1998 und 2002, sowie British Open 2002). Vor allem dank seiner spektakulären Comebacks im Laufe eines Matches war Hunter zu seiner Zeit einer der größten Publikumslieblinge im Snooker. Darüber hinaus machte er sich durch seine meist extravaganten Frisuren einen Namen, die zu Vergleichen mit dem ebenso überaus populären Fußballspieler David Beckham anregten.

Im März 2005 wurde bei Paul Hunter Dickdarmkrebs diagnostiziert. Er nahm trotzdem an den Weltmeisterschaften im April teil, verlor dort aber sein Erstrundenmatch. Eine erste Chemotherapie erwies sich als nicht erfolgreich, weshalb er die Behandlung wiederholen musste. Auch in der Folgesaison nahm er an allen Weltranglisten-Turnieren teil, wozu ihn seine Platzierung in den Top 16 berechtigte. Aufgrund der Nebenwirkungen der zweiten Chemotherapie wie Sehproblemen und tauben Gliedmaßen war Hunter aber in der gesamten Saison 2005/06 sportlich chancenlos. Dadurch fiel er in der offiziellen Weltrangliste aus den Top 32.

Nach einem erneuten Krankheitsrückfall musste er sich einer dritten Chemotherapie unterziehen, woraufhin er die Teilnahme an der Saison 2006/07 absagte. Zuvor hatte die World Snooker Association die Satzung geändert: Spieler können bei ernsthaften Krankheiten ihre Saisonplatzierung und -punktzahl einfrieren lassen. Dadurch hätte Hunter wieder als Nummer 34 der Welt antreten können.

Am 9. Oktober 2006 erlag Paul Hunter seinem Krebsleiden.

Die Organisatoren der "German Open" gaben bekannt, ab 2007 dieses größte deutsche ProAm-Turnier in "Paul Hunter Classics" umzubenennen. "Mit der Umbenennung würdigen die Organisatoren die herausragende Rolle, die Paul Hunter bei der Etablierung dieses größten und bedeutendsten Snooker-Turniers im deutschsprachigen Raum gespielt hat." (http://www.eurosport.de/snooker/sport_sto1046179.shtml)

Weblinks